Index Glossar = Erluterungen zu ausgewhlten Schlagworten

Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein

Bezieher von Arbeitslosengeld I können nach dem Ermessen der Arbeitsagentur den Vermittlungsgutschein ab dem ersten Tag der Arbeitslosmeldung erhalten. Nach 6 Wochen Arbeitslosigkeit und Leistungsbezug haben ALG-I-Empfänger einen Rechtsanspruch auf den Vermittlungsgutschein. Bezieher von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) können nach dem Ermessen des Arbeitsvermittlers des Jobcenters / der Optionskommune den Vermittlungsgutschein ohne Wartezeit erhalten.
Nichtleistungsbezieher erhalten erstmals den Vermittlungsgutschein, dieser wird wie für Hartz-IV-Empfänger nach dem Ermessen des Leistungsträgers erteilt.

Die gesetzlichen Regelungen besagten, dass Bezieher von Arbeitslosengeld I nach 6 Wochen Arbeitslosigkeit und Leistungsbezug einen Rechtsanspruch auf die Ausstellung eines Vermittlungsgutscheines haben. Dies wurde vom Bundestag zum 01.04.2012 nun dahingehend erweitert, dass der neue Aktivierungs-/ und Vermittlungsgutschein bereits früher, nämlich ab Arbeitslosmeldung ausgestellt werden kann. Die Entscheidung darüber liegt im Ermessen des Fallmanagers bei der Arbeitsagentur. Nach 6 Wochen muss die Arbeitsagentur den Gutschein dann auf Antrag ausstellen.

Für Bezieher von Arbeitslosengeld II, war es eine Ermessensentscheidung: der Vermittlungsgutschein konnte nach 6 Wochen Leistungsbezug ausgestellt werden. Diese Wartezeit ist jetzt weggefallen. Arbeitssuchende ohne Leistungsbezug, etwa in einer Bedarfsgemeinschaft mit zu viel Einkommen, können nun erstmals auch den Gutschein nach dem Ermessen ihres Fallmangers ausgestellt bekommen.

Welche Unterstützung erhalten Sie mit dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein?
Mit dem Vermittlungsgutschein können Bewerberinnen und Bewerber private Arbeitsvermittler ihrer Wahl einschalten. Jeder Vermittler, der bereit ist, für die Bewerberin oder den Bewerber tätig zu werden, ist verpflichtet, mit ihr/ihm schriftlichen Vermittlungsvertrag abzuschlieÃen.

Vermittlungsgutscheine werden in Höhe von 2.000 Euro oder bis zu einer Höhe von 2.500 Euro bei Langzeitarbeitslosen oder Behinderten (nach §2 Abs. 1 SBB IX) ausgestellt und sind dann drei Monate gültig.