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Empowerment

Der Begriff Empowerment (etwa: Selbstbefähigung) stammt aus der amerikanischen Bürgerrechts- und Selbsthilfebewegung der 60er und 70er Jahre, als Minderheiten und Benachteiligte sich in eigenen Organisationen zusammenschlossen. Als moderne Methode der Unternehmensführung meint der Begriff die Teilhabe der Mitarbeiter an wirtschaftlichen Entscheidungen. Berater bezeichnen Empowerment oft als eine Grundhaltung, nämlich die Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen - aber auch der Menschheit als Ganzes.

Der Idee basiert auf der Ãberzeugung, dass Mitarbeiter, die eigenverantwortlich planen, entscheiden und auch umsetzen dürfen, leistungsbereiter und motivierter sind. Denn wie soll man Engagement zeigen, wenn man bei jeder kleinsten Entscheidung nachfragen muss? Führen durch Empowerment heiÃt also, die Eigenverantwortung der Mitarbeiter zu ermöglichen und zu fördern. Der Vorgesetzte muss delegieren können. Er sollte den Mitarbeitern Raum für Kreativität bieten und sie zur Suche nach neuen Lösungen ermuntern. Dazu gehört auch, nötige Informationen zu geben, das Gespräch zu suchen und gemeinsam Ziele zu definieren. Wichtig ist, eine Fehlerkultur aufzubauen: Mitarbeiter müssen Irrtümer offen zugeben können, und wer sich überfordert fühlt, muss es sagen dürfen. Nicht vertuschen ist angesagt, sondern der Blick nach vorne: Was kann die Abteilung, das Unternehmen aus Fehlern lernen? Wie kann man dieses Problem künftig in den Griff bekommen? Nur Mitarbeiter, die keine Angst vor Fehlern haben müssen, werden innovative Wege beschreiten.