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Wirtschaftsverein

Das BGB (§ 21 ff) unterscheidet zwischen Vereinen ohne wirtschaftlichen Zweck (Idealvereine) und Vereinen, deren Zweck auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet ist (wirtschaftliche Vereine).
Der (rechtsfähige) Wirtschaftsverein kann dabei als Ausnahme angesehen werden. Er kann nicht gemeinnützig sein und erhält anders als der Idealverein seine Rechtsfähigkeit durch Beschluss des Bundesrates. Wirtschaftlich tätige Vereinigungen werden sich i.d.R. als Handelsgesellschaften organisieren oder sind mangels anderer Form als Gesellschaften bürgerlichen Rechts zu behandeln.
Wirtschaftsvereine sind in Abgrenzung zu Idealvereinen dadurch gekennzeichnet, dass sie

  • die wirtschaftliche Tätigkeit ihrer Mitglieder fördern oder
  • Leistungen und Waren auf dem Markt anbieten oder
  • erwerbswirtschaftliche Tätigkeiten ihrer Mitglieder übernehmen.

Beispiele für Wirtschaftsvereine sind freie Sparkassen, Konsumvereine, Buchclubs, Funktaxizentralen.