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Deduktion

Die Deduktion (lat.) ist die Herleitung des Besonderen aus dem Allgemeinen. Sie darf an Faktischem nichts hinzufügen, was nicht schon in der Verallgemeinerung enthalten wäre. Der Gegensatz von Deduktion ist Induktion.

Beide müssen sich in einer Erfahrungswissenschaft ergänzen; denn das Allgemeine, von dem das Besondere abgeleitet wird, wird durch Induktion gewonnen. Jedes methodische Vorgehen setzt Deduktion und Induktion voraus, da sie die beiden Pole der Erkenntnis miteinander verknüpfen.

In einer deduktiven Wissenschaft hängt die Wahrheit von Aussagen von ihrer Ableitbarkeit aus den zugehörigen Axiomen ab. Rein deduktiv sind eigentlich nur die Mathematik und die Logik, weil sich hier aus den allgemeinen Erkenntnissen des Raumes und der Zahl, bzw. des Denkens alle speziellen Eigenschaften ableiten lassen.

Teilweise deduktiv sind die ethischen Disziplinen (Ethik, Rechtslehre, Pädagogik), weil ihre allgemeinen Grundsätze zur Beurteilung von Besonderem dienen können. Alle anderen Wissenschaften gewinnen nur aus der Erfahrung die Kenntnis allgemeiner Gesetze.

Jede logische Deduktion läÃt sich auf wenige logische Grundoperationen zurückführen, die ihrerseits in elektronischen Rechenmaschinen simuliert werden können. Das ermöglicht es, alle in mathematischen Ableitungen vorkommenden logischen Operationen in elektronische Rechenmaschinen zu verlegen und auch den Prozeà des logischen SchlieÃens in solchen Rechenmaschinen zu simulieren.
Quelle: Enzyklopädie 2000