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Suggestopädie

Lozanov, der Begründer der Suggestopädie, hatte sich einige Jahre insbesondere mit Hypnose beschäftigt und war bei Reisen nach Indien auf die Lehrweise von Yogis aufmerksam geworden, die ihre Schüler in einem Zustand von Trance - unterstützt durch Trommelmusik - unterrichteten. Diese Beobachtungen und die Tatsache, daà Menschen sich in einem Zustand der Entspannung an Dinge erinnern, zu denen sie im Wachzustand keinen Zugang haben, brachten ihn auf die Idee, sich mit Lernen in verschiedenen Bewusstseins- und Gehirnzuständen auseinanderzusetzen.

Die Suggestopädie der 90er Jahre hat neben den grundlegenden Ideen von Lozanov auch eine Vielzahl altbewährter Methoden integriert, die das Lernen grundsätzlich verbessern können. Erkenntnisse der pädagogischen Psychologie, der Neurobiologie und -physiologie finden in ihr Anwendung. Das Konzept ist in den vergangenen zwanzig Jahren vielfach weiterentwickelt und modifiziert worden. So sind in den vergangenen Jahren insbesondere Ãbungen aus dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP) und anderer humanistischer Methoden in die Ausbildung von Suggestopäden eingeflossen. Suggestopädie ist somit keine "feststehende", unveränderbare Methode, sondern in ihr findet eine Synthese verschiedenster Elemente statt - und genau diese ist neu und das besondere an der Suggestopädie.