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Steuerermäßigung

Der Bundesfinanzhof in München (BFH) hat in mehreren Urteilen die Möglichkeiten, Weiterbildung von der Steuer abzusetzen, erweitert. Wegen der "tief greifenden Veränderungen im Berufsleben" revidierten die Richter einige ihrer Grundsätze.

Voll absetzbar als Werbungskosten waren nur Weiterbildung im ausgeübten Beruf. Heute gebe es keinen "Lebensberuf" mehr, stellten die Richter fest. Ständige Fortbildung (besonders im Bereich der Computertechnik) sei unumgänglich. Bisher waren Aus- und Fortbildungen, die nicht mit dem ausgeübten Beruf zu tun hatten, nur bis maximal 920 Euro als "Sonderausgaben" abzugsfähig.

Auch beim Auslandssprachkursen hat das Gericht seine Meinung geändert: In einem nun veröffentlichten Urteil hat der BFH seine Rechtsprechung revidiert: Jetzt gelten für Auslandssprachkurse ähnliche Kriterien zur steuerlichen Anrechenbarkeit wie bei Inlandskursen. Aber auch da müssen Steuerzahler überzeugend argumentieren (Bescheinigungen vom Chef, Unterrichtspläne etc.). Wichtig ist es, den Zusammenhang zwischen Kurs und Beruf plausibel zu begründen.